Sanierung des Adelsfriedhofs im Park von Schloss Dätzingen
Der Adelsfriedhof im Park von Schloss Dätzingen befindet sich seit Jahren in einem kritischen Erhaltungszustand. Witterungseinflüsse und leider auch vereinzelte mutwillige Beschädigungen haben den historischen Grabmalen stark zugesetzt. Um den fortschreitenden Verfall aufzuhalten, lässt der Förderverein Schloss Dätzingen umfassende konservatorische Maßnahmen durchführen.

Die denkmalschutzrechtliche Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg für die Renovierung des Adelsfriedhofs liegt seit dem 3. Juli 2025 vor. Mit der fachgerechten Ausführung wurde der Naturstein-Meisterbetrieb von Andreas Wanner aus Grafenau vom Förderverein Schloss Dätzingen beauftragt.
Die Untersuchungen zeigen ein alarmierendes Schadensbild: Starke Verschmutzungen und Moosbefall, korrodierende Montiereisen, Risse und Abplatzungen im Sandstein, mangelnde Standfestigkeit mehrerer Grabsteine, bereits umgelegte Steine zur Gefahrenabwehr.


Besonders betroffen ist das Grabmal von Graf Carl Ludwig Emanuel von Dillen. Eine der tragenden Steinkugeln ist gebrochen, ein tiefer Riss durchzieht die tonnenschwere Grabplatte. Frost erweitert diese Schäden und gefährdet das Denkmal massiv. In den vergangenen 20 Jahren gingen zudem über die Hälfte der Steinkreuze verloren. An vier bedeutenden Grabmalen haben sich bestehende Risse deutlich vergrößert.
Die Maßnahmen des Fördervereins folgen dem zentralen Prinzip der Denkmalpflege: So viel Konservierung wie möglich, so wenig Restaurierung wie nötig.
Restauratorische Eingriffe erfolgen nur dann, wenn die Bedeutung eines Objekts durch frühere Veränderungen oder Zerstörungen nicht mehr erkennbar ist. Im Mittelpunkt stehen immer das Original, seine Geschichte und seine authentische Ausstrahlung.

Eine finanzielle Förderung durch das Landesamt für Denkmalpflege liegt dafür nicht vor. Die Kosten müssen daher vollständig durch Mitgliedsbeiträge und zweckgebundene Spenden getragen werden. Eine umfassende Restaurierung wäre aus fachlicher wie emotionaler Sicht zwar wünschenswert – ist aber derzeit aus finanziellen Gründen nicht realisierbar.
Entdecken Sie hier die Presseberichte.
