Restaurierung des Adelsfriedhofs im Schlosspark
Der historische Adelsfriedhof im Park von Schloss Dätzingen erforderte dringend konservatorische Maßnahmen. Jahrzehntelange Witterungseinflüsse sowie leider auch mutwillige Beschädigungen hatten an zahlreichen Grabmalen deutliche Spuren hinterlassen. Neben starken Verschmutzungen und Moosbewuchs bereiteten insbesondere rostende Montiereisen, Risse im Sandstein und eine teilweise mangelnde Standfestigkeit große Sorgen. Einige Grabsteine mussten aus Sicherheitsgründen bereits niedergelegt werden.

Besonders betroffen war das Grabmal von Graf Carl Ludwig Emanuel von Dillen. Eine der tragenden Steinkugeln war gebrochen, zudem durchzog ein tiefer Riss die tonnenschwere Grabplatte. Solche Schäden vergrößern sich insbesondere durch Frost und gefährden den Erhalt des Denkmals zunehmend.

Ein Vergleich mit der letzten Dokumentation der Grabmale vor rund zwanzig Jahren zeigte den fortschreitenden Verfall in erschreckendem Ausmaß. Mehr als die Hälfte der steinernen Grabkreuze war inzwischen von den Grabmalen abgefallen und teilweise unwiederbringlich verloren. An vier bedeutenden Grabmälern hatten sich die Risse im Sandstein erheblich vergrößert.

Der Förderverein Schloss Dätzingen hat deshalb die Restaurierung der Grabmale veranlasst. Ziel der Maßnahmen war es, die historische Substanz durch fachgerechte konservatorische Eingriffe dauerhaft zu sichern und weiteren Verlusten vorzubeugen. Eine Ergänzung fehlender oder abgebrochener Teile der Grabmale war nicht vorgesehen.

Die erforderliche denkmalschutzrechtliche Genehmigung wurde vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg erteilt. Eine finanzielle Förderung durch das Denkmalamt konnte jedoch leider nicht gewährt werden.

Die Restaurierungsarbeiten wurden nun vom Naturstein-Meisterbetrieb Wanner aus Grafenau fachgerecht ausgeführt und sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

Damit konnte ein bedeutender Teil des historischen Adelsfriedhofs für kommende Generationen gesichert werden.
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